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Magnet-Resonanz-Tomographie

Die MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) ist ein Schnittbildverfahren.

Die Magnetresonanz-Tomographie ist eine Untersuchungsmethode, die mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Im menschlichen Körper existieren Wasserstoffatome, die normalerweise ungeordnet sind. Im Kernspin-Tomographen befindet sich ein sehr starkes Magnetfeld, das die Atomkerne in eine bestimmte Richtung zwingt. Die Atome werden mit Hilfe von Radiowellen aus ihrer Position ausgelenkt. Schaltet man das Radiosignal wieder aus, so gelangen die Atome wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Dabei werden Signale ausgesandt, die mit Hilfe von Antennen empfangen werden. Daraus lassen sich dann Schnittbilder des Köpers in verschiedenen Ebenen berechnen.

Bei bekannter Platzangst ist die Gabe einer Beruhigungsspritze und anschließende Überwachung während der Untersuchung möglich. Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie nach dieser Spritze nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.


Ein virtueller Rundgang durch unseren MRT-Raum im KKH Rotenburg

MRT-Knie

MRT-Aufnahme Knie

MRT-Kopf

MRT-Aufnahme Kopf

MRT-Kopf

MRT-Aufnahme Kopf

MRT-LWS

MRT-Aufnahme LWS

MRT-Schulter

MRT-Aufnahme Schulter




Im Folgenden werden die wichtigsten MRT-Untersuchungen kurz erläutert:

1) Kopf oder Rückenmark
- Dauer ca. 20 min
- meist mit Kontrastmittel intravenös

2) Wirbelsäule
- Dauer ca. 15-20 min
- meist ohne Kontrastmittel, nach Bandscheiben-Operation mit Kontrastmittel

3) Bauchraum
- Dauer 20-30 min
- meist mit Kontrastmittel intravenös

4) Gelenke, z.B. Kniegelenk oder Schulter
- Dauer ca 15-20 min
- meist ohne Kontrastmittel

5) Hals
- Dauer ca. 20 min
- meist mit Kontrastmittel intravenös

6) Gefäßdarstellungen der Schlagadern in verschiedenen Körperregionen
- mit Kontrastmittel intravenös

Geschichte der Magnet-Resonanz-Tomographie

1800 Der Mathematiker und Physiker Jean B. J. Fourier entwickelt die Fourier-Analyse.
Ende 19. Jh. Nikola Tesla beschreibt die Entstehung und Wirkung von Magnetfeldern.
1946 Felix Bloch und Edward Purcell entdecken den magnetischen Kernspin (daher auch Kernspintomographie).
1971 Raymond Damadian weißt unterschiedliche Relaxationszeiten (Wiederausrichtung der Protonen) von gesundem und krankem Gewebe nach.
1973 Paul Lauterbur führt die räumliche Ortscodierung durch Magnetfeldgradienten ein.
1977 Erzeugung des ersten MR-Schnittbildes am Menschen, noch mit einer Messzeit von einer Stunde pro Schnitt / Schicht.
1978 Peter Mansfield kann die Bildaquisition deutlich beschleunigen und legt so den Grundstein für den Einsatz der MRT im klinischen Alltag.
1988 Die Firma Schering AG (gehört heute zu Bayer), entwickelt das erste MR-Kontrastmittel (Gadolinium-DTPA) und trägt damit wesentlich zur Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten der MRT bei.
Heute Die Entwicklungen von schnellen Messtechniken (Turbo Spin Echos) und hohen Magnetfeldstärken (3 Tesla), erlauben heute sehr kurze Messzeiten von wenigen Minuten pro Bildsequenz (Untersuchungsdauer vom Kopf)

Technik

- Das Proton des Wasserstoffatoms besitzt eine Eigendrehung, den sogenannten Spin (daher auch Kernspin-Tomographie).
- Die Bildgebung in der MRT erfolgt auf Grundlage dieser selbst magnetisierten Wasserstoffprotonen.
- Der Tomograph erzeugt ein sehr starkes, dauerhaftes Magnetfeld, durch Supraleitung; hier 3 Tesla (= 60.000 mal stärker als das Erdmagnetfeld).
- Wird der Körper in den Tomographen gelegt, richten sich seine Protonen entlang dieses Magnetfeldes aus.
- Weitere Magnetfelder, sog. Gradienten, lassen eine exakte räumliche Codierung der Protonen zu.
- Ein hochfrequenter Radioimpuls wird eingestrahlt und von den Protonen aufgenommen (= Resonanz = Magnetresonanz) und stört kurz deren Ausrichtung.
- Beim Wiederausrichten (Relaxation) entlang des Magnetfeldes, geben die Protonen elektrische Signale ab.
- Die Menge der Protonen und die Zeit, die sie zur Wiederausrichtung benötigen, ist bei jedem Gewebe charakteristisch und z. B. bei krankem verändert.
- Die elektrischen Signale werden durch Empfangsspulen aufgenommen.
- Durch die Fourier-Analyse werden die MR-Bilder berechnet.
- Der enorme Lärm der Untersuchung entsteht 1. durch die sehr schnelle Schaltung der Magnetfelder zur Ortscodierung und 2. durch die Erzeugung des Hochfrequenzimpulses zur Anregung der Protonen.
- Tomographen mit einem Tunneldurchmesser von 70 cm und einer geringen Länge, machen auch für Platzangst -Patienten die MRT-Bildgebung möglich.
- Der Tomograph ist auf beiden Seiten offen; ggf. kann mit Hilfe eines Spiegels, aus dem Tunnel hinaus geschaut werden.
- Der MRT-Raum ist mit Fenstern ausgestattet.
- Wegen des starken Magnetfeldes, ist eine MRT für Patienten mit Herzschrittmacher nicht möglich.
- Nach dem Einsetzen von Metallimplantaten, z.B. künstl. Hüftgelenk oder Stent, muss eine gewisse Wartezeit eingehalten werden.
- Ggf. schließen Metallsplitter oder OP-Clips an Gefäßen eine MR-Untersuchung aus.