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Computertomographie

Die CT (Computertomographie) ist ein Schnittbildverfahren.

Bei der Computertomographie handelt es sich um ein Röntgenverfahren, bei dem Querschnittsbilder von allen Abschnitten des Körpers anfertigt werden können. Bei einigen Untersuchungen ist eine Kontrastmittelgabe erforderlich, intravenös und/oder oral (getrunken) zur Kontrastierung des Magen-Darm-Traktes.

Bei einer Untersuchung mit geplanter Kontrastmittelgabe müssen vorher meistens über den Hausarzt zwei Laborwerte bestimmt werden: Kreatinin (Nierenwert) und TSH (Schilddrüsenwert).

Ein virtueller Rundgang durch unseren CT- Raum im KKH Rotenburg

CT-Kopf

CT-Aufnahme Kopf

CT-Bauch

CT-Aufnahme Bauch

CT-Lunge

CT-Aufnahme Lunge

CT-LWS

CT-Aufnahme
LWS in 3D

CT-Hals

CT-Aufnahme Halsgefäße in 3D




Im Folgenden werden die wichtigsten CT-Untersuchungen kurz erläutert:

1) Kopf
- Dauer ca. 15 min
- gelegentlich muss ein Kontrastmittel injiziert werden.

2) Nasennebenhöhlen
- Dauer ca. 10 min
- meistens ohne Kontrastmittel

3) Wirbelsäule (HWS oder BWS oder LWS)
- Dauer ca. 10 min
- meistens ohne Kontrastmittel

4) Lunge (Thorax-CT)
- Dauer ca. 20 min
- mit Kontrastmittel intravenös
- Atemstillstand (Luft anhalten für ca. 30 Sekunden)

5) Bauchraum (Abdomen)
- Dauer ca. 20 min
- 1 h vor Beginn Kontrastmittel oral, Gesamt ca. 1 h 20 min
- meistens Kontrastmittel intravenös und oral
- Atemstillstand (Luft anhalten für ca. 30 Sekunden, ggf. mehrfach)

6) Extremitäten und Gelenke
- Dauer ca. 10 min
- meistens ohne Kontrastmittel

7) Dental-CT
- Dauer ca. 10 min
- ohne Kontrastmittel, zur Planung für Implantatversorgung

8) CT-gesteuerte Organpunktionen
- teilweise mit Kontrastmittel, ggf. nüchtern bleiben
- keine gerinnungshemmenden Medikamente (z.B. ASS, Marcumar) einnehmen

Geschichte der Computertomographie

1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die später nach ihm benannten Röntgenstrahlen.
1917 Johann Radon entwickelt das mathematische Prinzip der Rückprojektion, welche Grundlage für die Berechnung von CT-Bildern ist.
1964 Allan McLeod Carmack veröffentlich eine Arbeit über die Ermittlung der Dichte von Objektpunkten, unter Verwendung einer rotierenden Röntgenröhre.
1972 Godfrey Newbold Hounsflied konstruiert den ersten Computertomographen.
1972-1977 Entstehung der ersten vier Gerätegenerationen, die sich durch Verkürzung der Untersuchungszeit, neuer Abtastbewegung und einer Reduktion der Strahlenbelastung unterscheiden.
1975 Ganzkörpertomographie mit Fächerstrahlsystem.
1980er Die kontinuierliche Rotation ersetzt die Translationsbewegung.
1989 Willi A. Kalender entwickelt die Spiral-CT; die erste CT dieser Art war das Siemens Somatom Plus.
1992-2006 Entwicklung von Mehrzeilen- und Volumen-CTs von 2 - 640 Zeilen.
2005 Siemens entwickelt einen Scanner mit zwei Röhren-Detektor-Systemen; die Scanzeit kann weiter verkürzt, und die räumliche und zeitliche Auflösung weiter verbessert werden.

Technik

- Röntgenstrahlen werden in einer Röntgenröhre erzeugt. Elektronen werden von einer Kathode in Richtung einer Anode, mit Hilfe von bis zu 150 kV Hochspannung beschleunigt. Beim Auftreffen auf die Anode entsteht Röntgenbremsstrahlung und charakteristische Röntgenstrahlung.
- Ein Detektorsystem misst die Strahlung.
- Röhre und Detektorsystem sind gegenüberliegend in der sog. Gantry eingebaut.
- Beide rotieren um den zu untersuchenden Bereich (z. B. Kopf, Lunge, Herz).
- Gleichzeitig bewegt sich der Tisch entweder schrittweise (Inkremental-Technik) oder kontinuierlich (Spiraltechnik) durch die Gantry.
- Computer ordnen den gemessenen Strahlenwerten unterschiedliche Graustufen zu (Hounsfield-Einheiten).
- Aus den unterschiedlichen Grauwerten, wird das typische grauweiße Schnittbild errechnet.
- Moderne Rechenverfahren ermöglichen eine schnelle und sehr sichere Bildgebung und Befundung.
- 3D-Volumen-Berechnungen bilden Gefäße oder Knochen präzise ab.
- Der zeitgleiche Einsatz zweier Röhren-Detektor-Systeme und somit zweier Strahlenqualitäten, ermöglicht eine exakte Differenzierung verschiedener Gewebe oder Kontrastmittel.
- Der Gantrydurchmesser von 75 cm und die Länge von nur 50 cm erlaubt auch die Untersuchung von sehr adipösen Patienten.
- Neueste technische Innovationen, wie z. B. die adaptive Dosismodulation oder kV-Anpassung senken die Strahlenbelastung auf ein sehr geringes Niveau.
- Moderne Kontrastmittel sind sehr gut verträglich und tragen wesentlich zur exakten Bildgebung bei.